FC St. Pauli – Energie Cottbus 13/14

Montags könnte ich kotzen…

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und wie. Normalerweise kommt hier das übliche Gemotze über die Anstoßzeit. 20:15 Uhr an einem Montag. Wenn man nicht gerade aus Hamburg kommt, ist das nicht schön. Was mich allerdings noch mehr aufregte, waren die Pfiffe und Unmutäußerungen gegen die eigenen Fans. Aber der Reihe nach…

Von der Arbeit machte ich mich direkt auf dem Weg zum Stadion. Es blieb noch etwas Zeit für ein Bierchen mit den üblichen Verdächtigen. Maik hatte kurz zuvor noch einen Großeinkauf am Fanräume-Stand getätigt. Nachdem Freunde und Familienmitglieder vom „Für immer mit dir“-Schal Wind bekommen hatten, wollten sie alle so ein schickes Teil haben. Das freut natürlich.

Ich war gespannt, wie die Mannschaft auftreten würde. Wieder ein Trainerwechsel, wieder eine komplette Umstellung. Die letzten Heimspiele haben meine Erwartungen allerdings ganz schön nach unten geschraubt. Umso erfreulicher war es, als die Partie nach anfänglichen Schwierigkeiten ordentlich in Fahrt kam. Höhepunkt der ersten Hälfte war dann der Führungstreffer in der 35. Minute durch Fin Bartels.
Die zweite Halbzeit brachte gleich einen Wechsel mit sich. Nehring kam für Kalla. Zudem hatten die Cottbuser den besseren Start. Unter anderem rettete uns der Pfosten vor dem drohenden Ausgleich. Doch auch hier fing sich unsere Mannschaft wieder und erspielte nach und nach die ersten Chancen. Die Führung konnte dann weiter ausgebaut werden, als Schachten nach einem Pass von Ratsche den Ball ins Netz beförderte.

Spielerisch war alles im Lot, Stimmungstechnisch wurde allerdings ein Punkt erreicht, der viele von uns sicherlich auf die Palme brachte. Was war passiert? Nachdem die Südkurve den Wechselgesang mit der Gegengerade, Nordkurve und Haupttribüne anstimmte, war der Gästeblock dran. Statt dem üblichen „Sankt Pauli“ schallte es allerdings laut und deutlich „Nazischweine“ in Richtung der Gäste. Ein Teil unseres Anhangs quittierte diese Rufe mit Pfiffen. Ich weiß nicht, ob sich die „Pfeifen“ jemals mit der Cottbuser Fanszene auseinander gesetzt haben. Ob sie sich noch an die Aufschrift “Ein SIEG HEILt alle Wunden” erinnern können. Man könnte jetzt noch unzählige Aktionen der Cottbuser nennen, mit denen sie sich selbst ins Abseits stellen. Viel schlimmer als dieses „Nichtwissen“ finde ich allerdings den Vertrauensbruch. Denn, die Pfiffe zeigen, dass es Leute gibt, die der aktiven Fanszene nicht vertrauen. Diese Leute denken, die Südkurve wüsste nicht, was sie da tue. Doch sie weiß sehr wohl, was sie tut und warum sie so handelt. Nur weil sich der Gästeblock nach außen hin eher ruhig verhält, heißt es nicht, dass rechte Vollidioten nicht anwesend sind. Gerade die letzten Ereignisse in Aachen, Duisburg, Braunschweig und Co. haben gezeigt, dass Neonazis viel mehr Gegenwind brauchen, um nicht Oberwasser zu bekommen. So, ausgekotzt. Vielleicht bringt das einige ja mal zum nachdenken.

Fußball wurde trotzdem noch gespielt und kurz nach Ausbau der Führung gelang den Kiezkickern auch schon der dritte Treffer. Ein Freistoß von Ratsche, ein Kopfball von Thorandt und drin war die Pille. Am Ende hieß es 3:0 und der vierte Heimsieg war perfekt.

In diesem Sinne:

Kein Fußball den Faschisten!


1 Antwort auf „FC St. Pauli – Energie Cottbus 13/14“


  1. 1 Beim Namen genannt beim Einstandsdreier für den neuen #FCSP Trainer gegen Cottbus | KleinerTods FC St. Pauli Blog Pingback am 17. November 2013 um 22:44 Uhr
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